Trollinger im Trend: Nicht nur in Württemberg regiert Rot

Die typische Württemberger Rebsorte Trollinger liegt im Trend. Der fruchtige Rotwein steigt bundesweit in der Gunst der Weintrinker. Sie schätzen seinen ehrlichen Charakter und seine hohe Qualiät, die durch weinbauliche Maßnahmen wie eine starke Ertragsreduzierung und das Aufleben traditioneller Weinbereitungsmethoden wie Holz-fassausbau stetig wächst. Der Trollinger findet deshalb ebenso bei Experten zunehmend Beachtung – und verzeichnet veritable Umsatz-zuwächse. Auch außerhalb von Württemberg steigt die Zahl der über-zeugten Trollingergenießer, was den vielfältigen Württemberger zu einem unverzichtbaren Teil in Gastronomie und Handel macht.

Lokalheld mit Charakter

Der Trollinger wird oft liebevoll als Nationalgetränk der Württemberger be-zeichnet. Der fruchtige Rotwein erweist sich als äußerst vielfältig und flexi-bel: Er eignet sich als frischer Sommerwein genauso wie als Begleiter zu einem herzhaften Essen. Seine Palette reicht von lieblich bis kräftig, ihn gibt es halbtrocken ebenso wie trocken, als kräftigen Rosé, als prickelnden Sekt oder als weißgekelterten Blanc de Noirs.

Alles Handarbeit – der Anbau in Steillagen

Weinkenner finden aber nicht nur Geschmack an der vielfältigen Qualität des Trollingers, sie schätzen ihn vor allem als authentisches, regionales Produkt. Eine wichtige Eigenschaft in Zeiten zunehmender Globalisierung – denn Verbraucher verlangen immer stärker nach heimischen Erzeugnissen. Auf 22% der gesamten Weinanbaufläche in Württemberg wird Trollinger angebaut. Die am meisten verbreitete Rebsorte Württembergs prägt dort seit Jahrhunderten die malerische Kulturlandschaft mit ihren Steillagen und prägnanten Natursteinmauern. In den terrassierten Weinbergen wird zu 90% Trollinger angebaut. Durch die Pflege der Weinberge werden Biotope geschaffen, die eine große Tier- und Pflanzenartenvielfalt beherbergen. Seit Generationen werden die Trockenmauern in den Weinbergen erhalten oder neu errichtet und so unzählige Kubikmeter Stein verbaut. In den würt-tembergischen Weinbergmauern, Staffeln und Wasserleitungssystemen steckte zu Hochzeiten die gesellschaftlich-architektonische Leistung von fast 40 Cheops-Pyramiden, geschätzte 100 Millionen Kubikmeter Stein wurden um 1600 auf 40.000 Hektar Rebfläche verbaut. Dieser wertvolle Lebensraum kann bis heute nur in aufwändiger Handarbeit bewirtschaftet werden. Die Weingärtner erhalten dabei Hilfe von der Sonne: Die Sonnen-einstrahlung in den Steillagen ist intensiver, die Wärme wird besser gespei-chert. Diese besonderen klimatischen Bedingungen ermöglichen eine hohe Qualität. Eine Deklarierung „aus Steillagen“ dürfen nur Weine bekommen, deren Trauben zu 100% aus Steillagen stammen.

Der aufwändige Einsatz der Weingärtner beim Anbau und die hervorragen-de Arbeit der Kellermeister bei der Verarbeitung zeigen Erfolg: Zwei Jahre in Folge, 2008 und 2009, gewannen Württemberger Trollingerweine den Deutschen Rotweinpreis in der Kategorie „Unterschätzte Klassiker“.

Die Sorge um die Zukunft der kulturhistorisch bedeutenden Steillagen hat durch einen neuen EU-Beschluss, ab 2015 den Anbaustopp für Rebflächen aufzuheben, zugenommen. Die Ausweitung von Rebflächen innerhalb Eu-ropas ist durch eine EU-Verordnung von 1976 untersagt worden. Dieser Anbaustopp soll eine Überproduktion von Wein und somit einen möglichen Preis- und Qualitätsverfall vermeiden. Die Aufhebung des Anbaustopps könnte eine Ausweitung der Rebflächen auf einfach zu bewirtschaftende Flächen zur Folge haben und Weinanbau in Steillagen somit noch unwirt-schaftlicher machen.

Schwarze Zahlen mit dem roten Württemberger

Trollinger, das Synonym für Württemberger Weine, konnte in den vergan-genen Jahren vor allem in den nördlichen Bundesländern – etwa Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein – stetig zulegen. Nun stellen die Württemberger Weingärtnergenossenschaften ein „Trollinger-Probierpaket“ vor. Es enthält sechs unterschiedliche Trollinger-weine aus Württemberg: darunter mit dem Heilbronner Wartberg auch den Siegerwein des Trollinger-Preises aus dem Jahre 2009. Komplettiert wird das Probierpaket durch eine DVD, auf der Guntram Fahrner, mehrfach ausgezeichneter Sommelier, Tipps und Hintergrundwissen liefert. Damit holen sich Verbraucher den Experten für ihre persönliche Weinprobe sprichwörtlich an den Tisch. Mit etwas Glück kommt das Probierpaket so-gar frei Haus: 100 Pakete werden via Gewinnspiel verlost. Beworben wird die Aktion auf Großflächen, am POS, auf Flaschenanhängern, in Funkspots und im Internet. Die Probierpakete können außerdem zu einem attraktiven Preis online bestellt werden, auf der neu gestalteten Website www.wwg.de. Weitere Themen bezogene Probierpakete folgen im Laufe des Jahres.


Über die Württemberger Weingärtner

Eine abwechslungsreiche Landschaft und eine reichhaltige Rebsortenvielfalt kennzeichnen das Weinland Württemberg. Von den unterschiedlichen Burgunder-Sorten wie Schwarzriesling oder Samtrot über die Spezialitäten Trollinger und Lemberger bis zu Acolon und ausgesuchten Cuvées erstreckt sich die Württemberger Rotweinwelt. Unter den Weißen findet man neben den bekannten Sorten Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau und Gewürztraminer auch weiße Burgundersorten sowie den beliebten Kerner. Mit ca. 11.800 ha Rebfläche ist Württemberg das viertgrößte Weinbaugebiet Deutschlands und das mit dem höchsten Rotweinanteil. Die jährliche Gesamterzeugung beträgt ca. 110 Millionen Liter. 41 rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Weingärtnergenossenschaften und eine Zentralgenossenschaft liefern jährlich Spitzen-Erzeugnisse von Könnern für Kenner. www.weinheimat-wuerttemberg.de

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich gerne an:

Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften eG
Ulrich-M. Breutner, Dipl. oec., Vorstandssprecher
Raiffeisenstraße 6, 71696 Möglingen
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