Jungwinzernachwuchs – Zukunft der Württemberger Weingärtnergenossenschaften

Jungwinzer bereichern Slow Food Messe

Die Württembergischen Weingärtnergenossenschaften präsentieren auf der diesjährigen Slow Food in Stuttgart ihre erfolgreichen Jungwinzerprojekte anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahres der Genossenschaften 2012. Im Namen des guten Geschmacks, dem sich die Slow Food Deutschland seit 20 Jahren verpflichtet, stehen die Produkte der jungen Wengerter sinnbildlich für echten Geschmack und Qualität im Glas jenseits industrieller Massenware und Fertigprodukte. Messebesucher können sich am Stand G53 in Halle 5 selbst von den guten und „echten“ Württemberger Weinen überzeugen.

Weingärtnernachwuchs auf Erfolgskurs

Am Beispiel der erfolgreichen Jungwinzerprojekte der Württembergischen Weingärtnergenossenschaften zeigt sich, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen auch für die junge Generation der Württemberger Weingärtner immer wichtiger wird. Mit großer Leidenschaft und Passion haben die bestens ausgebildeten Nachwuchskräfte und jungen Winzer einzelner Genossenschaften eigene Projekte ins Leben gerufen und erstellen spezielle Profilweine. Gemeinsam stehen ihre Projekte für „Trollinger 2.0“ – eine Kampagne von und für “junge Württemberger”. Auf frische, mutige und bisweilen freche Art verhelfen die jungen Weingärtner 
dem Württemberger Wein durch ihr Engagement zu neuem Glanz, ohne dabei das Gespür für Herkunft und Tradition zu verlieren – und das mit größtem Erfolg.

Für diesen Erfolg stehen Weine, die auch den hohen Qualitätsanforderungen wie Sie die Organisatoren der Slow Food von ihren Ausstellern verlangen, gerecht werden. Genuss auf höchstem Niveau verspricht beispielsweise die 2008er Premiere-Cuvée der vinitiative, dem Jungwinzerprojekt der Lauffener Weingärtner. Der tiefdunkle, prächtig schimmernde Rotwein zeigt sich intensiv, komplex und kräftig im Zusammenspiel natürlicher Fruchtaromen mit einem Hauch von Vanille und sanften Röstaromen edlen Holzes. Die Spitzencuvée verwöhnt den Genießergaumen durch Saftigkeit, Substanz und Schmelz sowie harmonischer Säure.

Die 2010 gegründeten Jungwinzer der Heuchelberg Weingärtner haben sich ganz der traditionellen Rebsorte Trollinger verschrieben und verbinden beim Weinausbau Tradition und Innovation auf visionäre Art und Weise. So entstand mit dem Wein „Vision“ ein Trollinger, der untypischer nicht sein könnte: kräftig, rubinrot, gerbstoffbetont und sehr trocken im Geschmack. Dieser Wein zeigt, welches Potential in der Rebsorte Trollinger steckt und was, mit einem Bündel gezielter Maßnahmen und Innovationsgeist, erreicht werden kann. Duftend nach Kirsche, Cassis, Vanille und Bittermandel ist er weich am Gaumen und wird mit Aromen von dunklen Beeren und dezentem Holz der Holzfasslagerung abgerundet.

„Next generation“, die jungen Weingärtner der Fellbacher Weingärtner, präsentieren zwei Weine auf der Slow Food: die 2009er next generation Rotweincuvée und den 2010er Riesling <S> trocken. Die Rotweincuvée zeigt sich tiefdunkel im Glas mit feinen Fruchtaromen nach dunklen Kirschen und Brombeeren. Trotz seiner kräftigen Struktur schmeichelt er dennoch mit weichen Tanninen. Der Riesling hingegen präsentiert sich mit erfrischenden Aromen von Zitrus, Südfrüchten und Ananas im Glas. Im Gaumen zeigt er Finesse, Eleganz und eine belebende Säure.

Jüngstes Beispiel für einen Wein, der das Slow Food Gütesiegel verdient, ist der „Triebwerk“, ein kraftvoller und vielschichtiger trockener Riesling der 2011 neu gegründeten Jungwinzerinitiative der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg. Dieser Riesling entstammt aus Trauben, die nur in den besten Lagen rund um Heilbronn reiften und durch die schonende Verarbeitung und die anschließend behutsame Gärung die hohe Komplexität und das lange Genusspotenzial des Weins erzeugen.

Genossenschaften liegen im Trend

Die Idee, dass Menschen und Unternehmen Genossenschaften gründen, weil sie auf diese Weise gemeinsam leichter Ziele erreichen und betriebliche Herausforderungen bewältigen können, die für den Einzelnen zu groß oder zu komplex wären, ist nicht neu. In Deutschland gibt es sie dank der beiden Genossenschaftspioniere und Gründungsväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Dennoch hat die genossenschaftliche Idee nicht an Kraft und Bedeutung verloren – ganz im Gegenteil: Der Neugründungsboom der letzten Jahre spricht für die eG (eingetragene Genossenschaft) als demokratische Unternehmensform, die nicht nur selbstständiges unternehmerisches Handeln ermöglicht, sondern auch von sozialer Verantwortung geprägt ist. Allein in Baden-Württemberg stieg die Zahl der Gründungen 2011 auf weit über 50 neue Genossenschaften an, in den Vorjahren waren es 42 bzw. 34 Neugründungen. Oder anders ausgedrückt: Jeder dritte Einwohner von Baden-Württemberg ist heute Mitglied einer Genossenschaft.

Das Internationale Jahr der Genossenschaften 2012

Die anhaltende Erfolgsgeschichte des Geschäftsmodells Genossenschaft hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen dazu veranlasst, 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften auszurufen. Mit dieser Entscheidung wird nicht zuletzt die herausragende Rolle der Genossenschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern gewürdigt, die armen und benachteiligten Menschen einen besseren Zugang zu Märkten und Dienstleistungen ermöglichen und damit von großer Bedeutung für die Zivilgesellschaft sind und bleiben.


Über die Württemberger Weingärtner

Eine abwechslungsreiche Landschaft und eine reichhaltige Rebsortenvielfalt kennzeichnen das Weinland Württemberg. Von den unterschiedlichen Burgunder-Sorten wie Schwarzriesling oder Samtrot über die Spezialitäten Trollinger und Lemberger bis zu Acolon und ausgesuchten Cuvées erstreckt sich die Württemberger Rotweinwelt. Unter den Weißen findet man neben den bekannten Sorten Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau und Gewürztraminer auch weiße Burgundersorten sowie den beliebten Kerner. Mit ca. 11.800 ha Rebfläche ist Württemberg das viertgrößte Weinbaugebiet Deutschlands und das mit dem höchsten Rotweinanteil. Die jährliche Gesamterzeugung beträgt ca. 110 Millionen Liter. 41 rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Weingärtnergenossenschaften und eine Zentralgenossenschaft liefern jährlich Spitzen-Erzeugnisse von Könnern für Kenner. www.weinheimat-wuerttemberg.de

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich gerne an:

Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften eG
Ulrich-M. Breutner, Dipl. oec., Vorstandssprecher
Raiffeisenstraße 6, 71696 Möglingen
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