Weingärtner des Monats

Thomas Jud, Vertriebsleiter beim Collegium Wirtemberg, Wengerter und Aufsichtsrat bei der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen 

Wie lautet Ihre Berufsbezeichnung?
Ursprünglich Gießerei-Modellbauer, heute Diplom-Weinbetriebswirt.

Wie verlief Ihre Ausbildung? Haben Sie im Ausland oder anderen deutschen Weinregionen gearbeitet?
Nach meiner Ausbildung war ich im Maschinenbau tätig. Als dieser 1992 in die Krise geriet, stellte sich mir die Frage, wo ich beruflich meine Zukunft sehe. Da meine Familie bereits über mehrere Generationen in der Landwirtschaft und im Weinbau tätig war, packte ich die Chance beim Schopf und sattelte um. Nach einem Studium der Weinbetriebswirtschaft in Heilbronn bekam ich die Anstellung im heutigen Collegium Wirtemberg und wurde dort später Vertriebsleiter. Parallel baute ich den elterlichen Weinbaubetrieb in Metzingen auf zwischenzeitlich drei Hektar aus.

Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein? Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Der Weinbau ist für mich die Bestätigung, was ich mit meiner Hände Arbeit leisten kann. Diesen Enthusiasmus nehme ich mit in meine Vertriebstätigkeit. Das Leuchten in den Augen muss dort immer da sein und diese Begeisterung will ich auch an meine Kunden weitergeben.

Haben Sie noch eine weitere Leidenschaft? (z.B. Ballonfahrer, Musiker etc.)
Zuallererst meine Frau und meinen Sohn. Meine Familie ist mir sehr wichtig, auch weil der christliche Gedanke in meinem Leben eine hohe Bedeutung hat. An meinen Sohn kann ich den Weinbau als Teil der Schöpfung weitertragen. Wenn die Zeit es erlaubt, pflege ich ein weiteres Hobby: Den Segelflug-Modellbau.

Wo gefällt es Ihnen in Württemberg am besten?
Es gibt für mich kaum etwas schöneres, als vom Albtrauf aus, sagen wir auf dem Rossfels, den Blick über das Albvorland streifen zu lassen, von den Metzinger Weinbergen bis zum Stuttgarter Fernsehturm.

Haben Sie einen Lieblings-Württemberger? Und: Was essen Sie dazu am liebsten?
Den mineralisch-trockenen Riesling „Sand“ vom Uhlbacher Götzenberg, dazu eine Echaztal-Forelle. Auch den Brauner Jura Grauburgunder trocken der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen kann man prima dazu trinken.