Weingärtner des Monats

Simon Dorsch, Oenologe bei den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu und Winzer bei der Genossenschaftskellerei Heilbronn 

Wie lautet Ihre Berufsbezeichnung?
Bachelor of Science für Weinbau und Oenologie

Wie verlief Ihre Ausbildung? Haben Sie im Ausland oder anderen deutschen Weinregionen gearbeitet?
Für mein duales Weinbau- und Oenolgiestudium zog es mich direkt nach dem Abitur in die Pfalz, an den Weincampus nach Neustadt. Im Weingut von Winning in Deidesheim erlernte ich das Winzerhandwerk von der Pike auf. Hier wurde auch mein Interesse für die Produktion von Spitzengewächsen aus weltberühmten Lagen geweckt und gefördert. Weitere Erfahrungen bei höheren Temperaturen sammelte ich in der Kellerei Bozen in Südtirol und auf dem De Wetshof in Südafrika. 

Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein? Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Vom Kindesalter an habe ich meinen Vater in die Weinberge begleitet, so habe ich sehr bald bemerkt, dass mir die Arbeiten im Weinberg sehr leicht von der Hand gehen und sehr viel Freude bereiten. Das ganze Jahr über hält die Arbeit im Einklang mit der Natur neue Überraschungen bereit, für die es keine Patentrezepte gibt. Am meisten freue ich mich auf den Herbst. Darauf, zusammen mit einem tollen Lese-Team die Trauben und damit die Früchte des letzten Jahres zu ernten. Und natürlich auch die Trauben im Keller zu verarbeiten. Wenn der Most von der Kelter läuft und die Fässer wohl duftend gluckern, dann weiß ich, dass ich im nächsten Sommer mit hervorragenden Weinen den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. 

Haben Sie noch eine weitere Leidenschaft?
Ich spiele Posaune im Musikverein, am liebsten auf den Weinfesten in der Region. Zudem zieht es mich zum Skifahren oder Wandern in die Berge. 

Wo gefällt es Ihnen in Württemberg am besten?
Bei Sonnenschein am Grantschener Wildenberg mit Blick ins Weinsberger Tal. 

Haben Sie einen Lieblings-Württemberger? Und: Was essen Sie dazu am liebsten?
Ein trockener muss es sein. Entweder ein Weißer, frisch und fruchtig, der Spaß macht, oder ein Roter, lang im Eichenfass gereift, der zum Philosophieren anregt. Was esse ich dazu am liebsten? Alles was die schwäbische Küche so hergibt.