Weingärtner des Monats

Reinhold Reuschle, Hobby-Weingärtner, Felsengartenkellerei Besigheim e.G.

Wie lautet Ihre Berufsbezeichnung?
Bauingenieur (heute Rentner)

Wie sind Sie zum Weinbau gekommen?
Meine Großeltern und Eltern haben bereits Weinberge bearbeitet. Aufgrund meiner Berufstätigkeit hatte ich jedoch viele Jahre über keine Zeit, diese Tradition fortzusetzen. Als ich vor zwei Jahren in Rente gegangen bin, suchte ich eine neue Herausforderung. Zunächst kaufte ich 20 Ar Direktzuglage, bepflanzt mit Lemberger. Glücklicherweise gelang es mir kurze Zeit später, zwei nebeneinanderliegende Parzellen im Wurmberg mit insgesamt 20 Ar, die früher bereits in Familienbesitz waren, zurückzukaufen. Die eine Parzelle war komplett verwildert und die andere mit über 100 Jahre alten Rebstöcken bepflanzt. Zudem waren die Mauern zum Teil eingestürzt. Das Projekt war damit gefunden. Inzwischen sind 14 Ar neu mit Riesling und Cabernet Franc bepflanzt. Von 18 Trockenmauern habe ich sieben komplett saniert.

Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein?
Die Arbeit im Weinberg macht mir Spaß. Neue Reben zu pflanzen und zu beobachten, wie sie wachsen und gedeihen und im Herbst zu ernten - das ist einfach schön. Natürlich trinke ich gerne auch einen guten Wein.

Haben Sie noch eine weitere Leidenschaft?
Während meines Berufslebens war Bauen meine Leidenschaft - am liebsten Großprojekte. Deshalb war ich früher viel unterwegs. Jetzt freue ich mich über die Zeit zu Hause und dass ich viele Freundschaften wieder mehr pflegen kann. Im Winter beschäftige ich mich zudem gern mit meiner Modelleisenbahn.

Wo gefällt es Ihnen in Württemberg am besten?
Am schönsten ist es daheim in Besigheim. Die Lage der malerischen Altstadt zwischen Neckar und Enz, umgeben von Steillagen, ist einfach einmalig.

Haben Sie einen Lieblings-Württemberger? Und: Was essen Sie dazu am liebsten?
Lemberger mit Rostbraten und Spätzle. Was ich auch sehr gerne mag ist Cabernet Franc.