Weingärtnerin des Monats

Petra Hammer, Assistentin der Verkaufsleitung, Collegium Wirtemberg

Wie lautet Ihre Berufsbezeichnung?
Bachelor of Science, Fachrichtung Internationale Weinwirtschaft

Wie verlief Ihre Ausbildung? Haben Sie im Ausland oder anderen deutschen Weinregionen gearbeitet?
Nach dem Abitur habe ich jeweils ein halbes Jahr Praktikum beim Staatsweingut Weinsberg und beim Weingut Ellwanger in Großheppach absolviert. Dann folgten drei Jahre Studium an der Hochschule Geisenheim, inklusive drei Monaten Praktikum in Österreich. Nach dem Studium habe ich mir vor dem endgültigen Berufsstart einen Traum erfüllt und ein halbes Jahr auf einem Weingut in Neuseeland verbracht. Alle weitern beruflichen Stationen haben mich zu Genossenschaften geführt.

Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein? Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Mein Vater ist Weingärtner, so war ich von klein auf eingebunden in den Familienbetrieb. Schon in den ersten Lebensjahren gibt es Bilder von mir bei der Weinlese, damals natürlich noch als Zuschauerin. Dennoch wollte ich später nicht in den klassischen Weinbau. In der Schulzeit habe ich begonnen, bei Weinproben zu helfen und diese dann auch selbst zu moderieren und so merkte ich: Weinmarketing – das ist meins. Wenn Leute zum Einkaufen kommen, bringen sie Dir Vertrauen entgegen. Wenn ich dann den passenden Wein empfehle, und mir die Kunden das später sagen, freut mich das.

Haben Sie noch eine weitere Leidenschaft? (z.B. Ballonfahrer, Musiker etc.)?
Ich spiele Akkordeon, das habe ich schon während meiner Schulzeit gelernt und bin heute noch aktiv im Verein. Außerdem begeistere ich mich für Yoga.

Wo gefällt es Ihnen in Württemberg am besten?
Generell immer da, wo es guten Wein gibt und die Stimmung gut ist. Eine besondere Verbindung habe ich zu meiner Heimatstadt Stuttgart. Hier gefällt mir die einzigartige Kombination von Stadt und Natur.

Haben Sie einen Lieblings-Württemberger? Und: Was essen Sie dazu am liebsten?
Ich habe in meiner Zeit als Weinkönigin einmal erwähnt, meine Lieblingssorte sei der Riesling - darauf bekam ich nur noch Riesling geschenkt. Tatsächlich tut man jedoch sehr gut daran, sich auf die Spezialitäten der jeweiligen Region einzulassen, in der man sich gerade aufhält. Württemberg hat eine große Sortenvielfalt, die man unbedingt auskosten sollte.<br/><br/> Beim Essen bin ich unkompliziert: Ich esse die komplette Bandbreite schwäbischer Gerichte gerne. Einen Geheimtipp habe ich dann doch noch. Probieren Sie doch mal zum Träubleskuchen einen leicht gekühlten Trollinger – ich bin sicher, Sie werden den Kaffee stehen lassen.