Weingärtner des Monats

Hermann Kurz, Aufsichtsrat und Weingärtner, Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg

Wie lautet Ihre Berufsbezeichnung?

Winzermeister

Wie verlief Ihre Ausbildung? Haben Sie im Ausland oder anderen deutschen Weinregionen gearbeitet?

Nach der Schule habe ich erst einmal eine Lehre im elterlichen Betrieb absolviert. Danach wollte ich direkt an die Weinbauschule Weinsberg – aber die war in dem Jahr überfüllt. Ein Jahr später hat es dann geklappt, ich belegte den Kurs zum staatlich geprüften Wirtschafter für Weinbau und Oenologieund machte schließlich meinen Meister.

Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein? Was lieben Sie an Ihrem Beruf? 

Solange ich denken kann, hatte ich immer Spaß an der Landwirtschaft und im Speziellen am Weinbau. Kein Wunder – ich bin ja auch von Kindesbeinen an dabei, im Weinbaubetrieb meiner Eltern. Das Wachsen und Werden des Weines hat mich immer begeistert, ebenso die Vielfalt des Berufs, von Anbau bis Ausbau. Und dann natürlich die Natur: Kein Jahr ist wie das andere, und was letztes Jahr noch richtig war, musst Du dieses Jahr schon wieder ganz anders machen.

Haben Sie noch eine weitere Leidenschaft?

Die eine ist zu unserem zweiten Standbein geworden: Zusammen mit meiner Frau betreibe ich das Hofcafé „Café & Wein“. Da gibt es nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch ein zünftiges Mittagessen. Und vier Gästezimmer haben wir auch, denn wo lässt sich der Weinbau besser kennenlernen als beim Weintourismus hier in unserer Region. Und dann bin ich aktives Mitglied im Trecker Team Sontheim. Höhepunkt für mich ist dabei jedes Jahr der Trecker-Treck mit dem großen Traktor-Pulling Wettbewerb Anfang September bei mir am Hof.

Wo gefällt es Ihnen in Württemberg am besten? 

Unser Unterland, ganz besonders der Heilbronner Raum ist schon toll, mit den vielen Sehenswürdigkeiten. Man trifft uns aber auch schon mal im Schwarzwald oder am Bodensee.

Haben Sie einen Lieblings-Württemberger? Und: Was essen Sie dazu am liebsten? 

Es geht doch nichts über Rostbraten mit Spätzle. Wenn ich dazu dann noch einen Vinum Riesling der Genossenschaftskellerei Heilbronn genießen kann, bin ich glücklich. Es geht halt nichts über Ganztraubenpressung.