Lemberger

Eine der wertvollsten Rebsorten

Hintergrund

Der Lemberger verbindet die Finesse des Burgunders mit der Kraft des Cabernet. Ihren Ursprung hat die Traube wohl in den Weingärten am unteren Donaulauf und ist außerhalb von Württemberg auch bekannt als Blaufränkisch (in Österreich), als Frankonia (in Norditalien) oder als Kekfrankos (in Ungarn). In guten Lagen erreicht der Lemberger als württembergische Spezialität absolute Spitzenqualität. Nicht umsonst galt der Württemberger Lemberger als Haustrunk des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, und auch Fürst Bismarck und Napoleon sollen die Sorte geschätzt haben. Der Lemberger liebt warmes Klima und windgeschützte Standorte, da er früh austreibt und spät reift. Er gedeiht besonders gut auf tiefgründigen, fruchtbaren Böden und eignet sich perfekt für den Ausbau im Holzfass.

Farbe & Geschmack

Die Württemberger kennen den Lemberger in verschiedenen Varianten. Zum einen die leichten, fruchtigen Tropfen, zum anderen konzentrierte Qualitäten in Form von extrakt- und tanninreichen Rotweinen. Die Weine sind dunkelrot mit bläulichen Reflexen, verfügen über eine gute Struktur, eine feinherbe Art und angenehme Säure. Im Duft reichen die Aromen von Brombeere über schwarze Johannisbeere bis hin zu grüner Paprika.

Empfehlung

Die leichten, fruchtigen Lembergertypen eignen sich bestens zum Vesper oder zur sommerlichen Grillparty. Die kräftigen Varianten mit Gerbstoff und Holzaromen passen ideal zu den Röstaromen von gegrilltem Fleisch. Der Lemberger wird aber auch zu schwäbischem Zwiebelrostbraten, kräftigen Schmorgerichten und zu würzigem Hartkäse gereicht.