Weingärtner des Monats

Jörg Waldner, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer, Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen e.G.

Wie lautet Ihre Berufsbezeichnung?

Ich bin Industriefachwirt und habe als Einkäufer viele Jahre in Industrie und Handel in leitender Position gearbeitet.

Wie verlief Ihre Ausbildung? Haben Sie im Ausland oder anderen deutschen Weinregionen gearbeitet?
Als Vorstand und Geschäftsführer liegt meine vorrangige Aufgabe in der gesamten kaufmännischen Führung der Genossenschaft. Daneben sind die Weiterentwicklung unserer Qualitätsoffensive, die Betreuung unserer Mitglieder und die Weinvermarktung meine Hauptaufgaben.

Woher kommt Ihre Begeisterung für Wein?
Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Seit mehr als 30 Jahren bin ich begeisterter Nebenerwerbswengerter, ich wurde dazu durch meine Frau angesteckt. Ich habe dann mein Hobby zum Beruf gemacht. Es ist wunderbar, einerseits unsere Genossenschaft zu führen und erfolgreich weiterzuentwickeln und in der Freizeit eigene Weinberge zu bewirtschaften. Wein begleitet uns schon seit Jahrtausenden und es ist so facettenreich, spannend und jedes Jahr aufs Neue faszinierend, wie sich im Jahresverlauf die Weinberge verwandeln und uns immer wieder überraschen. Kein Jahr ist wie das andere und man lernt ständig dazu.

Haben Sie noch eine weitere Leidenschaft?
Als Ausgleich zur Büroarbeit verbringe ich die Freizeit in der freien Natur, mit Wanderungen oder bei der Gartenarbeit, daneben lese ich gerne und genehmige mir dazu ein gutes Glas Wein. Zudem bin ich begeisterter Heimwerker, da gehen einem die Aufgaben nie aus.

Wo gefällt es Ihnen in Württemberg am besten?
Natürlich gefällt es mir dort, wo ich arbeite, wohne und lebe besonders gut. Man kann in unseren Weinbergen hervorragend entspannen, in wenigen Minuten ist man auf der Schwäbischen Alb, ist aber auch nur wenige Kilometer von Stuttgart entfernt, wo das kulturelle Leben pulsiert. In Württemberg ist es am schönsten, wo Wein angebaut wird und da gibt es ja besonders viele Regionen. Nachdem ich auch einige Jahre in Offenburg beruflich tätig war, muss ich aber auch den badischen Weinbaugemeinden, besonders in der Ortenau, ein gutes Zeugnis ausstellen.

Haben Sie einen Lieblings-Württemberger?
Und: Was essen Sie dazu am liebsten?

Zum Essen ist für mich ein kräftiger Lemberger die erste Wahl. Einem schwäbischen Zwiebel-Rostbraten, traditionell mit Spätzle, aber auch mal mit Bratkartoffeln, kann ich nicht widerstehen. Im gemütlichen Gartenstuhl entspannend, die Weinberge betrachtend, darf es auch ein fülliger Grauburgunder sein.